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    Mimi Lee macht sich Gedanken über:

    Wasserknappheit in Deutschland?

    Sollten wir schon Regentänze einüben?
    Rettungsringe für Trinkwasser
    Brauchen wir bald Rettungsringe für unser Trinkwasser?
    Es ist vermutlich der denkbar schlechteste Moment bei Dauerregen, der für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller sorgt, von Wasserknappheit in Deutschland zu reden. Aber wie man bei uns in Ostwestfalenlippe sagt: „Wat mutt, datt mutt!“, was übersetzt so viel heißt wie: „Was sein muss, muss eben sein, auch wenn es unpassend erscheint“.

    Und über Wasserknappheit in Deutschland zu reden, scheint doch wohl unvorstellbar zu sein, oder!? Aber Wasserknappheit führt unweigerlich zu Dürre. Und ich als passionierte Hobbygärtnerin meinte dafür Anzeichen zu haben.
    Unser Sommer findet seit Jahren im April/Mai statt. Es ist dann so heiß, dass man es kaum aushält. Die Erde im Garten ist so knochentrocken, dass junge Pflänzchen kaum wachsen können und man muss ständig. Kaum dass man sie durchgebracht hat, ist es später im Juni/Juli/August so nass und kalt, dass die Pflanzen oftmals dann dadurch eingehen. Da man ja doch recht vergesslich ist, was das Wetter des letzten Jahres anging, machte ich täglich ein Wetterfoto, um mir meine These sozusagen selber zu beweisen.

    Aber das Wetter hatte es sich dieses Jahr anders überlegt. Unser Sommer fand an wenigen, sehr heißen Tagen im März statt. Danach blieb es mild, also perfekt für gutes Wachstum, wäre es nicht immer kälter geworden und ich sogar die Heizung wieder anstellte. Bienen und andere Insekten konnten deshalb in der Blütezeit kaum fliegen und dementsprechend wenig bestäuben. Dann kam auch noch Frost, durch den viele Obstbaumblüten erfroren sind.

    Das alles ist schon schlimm für uns Hobby-Gärtner, aber natürlich noch schlimmer für die Landwirtschaft, die u.a. vom Gemüse-Ertrag lebt und letztlich auch wir leben.

    Was das alles mit Wasserknappheit zu tun hat? Eine ganze Menge, wie ich feststellen musste. Denn trotz der milden Temperaturen und einigen Regentagen verloren meine Obstbäume Blätter. Ich sagte mir, die Bäume sind schon alt. Es wird schon auch Altersschwäche sein. Ich fegte im Juni fast so viel Laub wie sonst im Herbst. Aber nicht nur ich. Auch die Nachbarn fegten Laub und deren Bäume waren viel jünger. Auch im Nachbarort wurde gefegt.

    Ich fragte mich, ob es ein allgemeines Problem sein könnte. Wenn Pflanzen ihre Blätter verlieren, sind sie alt (stimmte bei meinen Bäumen), krank (konnte ich bei meinen nicht 100%ig ausschließen) oder sie brauchen Wasser.

    Schon seit Jahren bekamen die Obstbäume bei mir bei großer Hitze alle paar Tage das Wasser, das ich beim Gemüseputzen auffing. Aber das reichte offenbar nicht. Die Wurzeln der Bäume sind sehr, sehr weit verzweigt. Meine paar Eimer in Stammnähe brachten da wohl nicht so viel; genaugenommen brachten sie gar nichts, denn die Bäume in der ganzen Gegend litten alle gleich.

    Und genau da kam die Frage auf, ob vielleicht der Grundwasserspiegel hier in der Gegend gesunken war. So schnell konnten die Baumwurzeln dem sinkenden Wasser vielleicht nicht folgen.
    Darauf eine Antwort zu suchen, wurde zunächst verschoben, denn es fing an, zu regnen. Kurz aber so heftig, dass die trockene Erde die Flüssigkeit gar nicht schlucken konnte. Es floss sonst wohin und sammelte sich an Stellen, wo man es nun gar nicht brauchen konnte und verstopfte nicht nur bei mir die Gullis. Bis die verkrustete Erde aufgeweicht war, um Wasser aufnehmen zu können, war der Regen vorbei und ich musste doch gießen.

    Im Laufe der letzten Jahre hatte ich mir daher angewöhnt, den Garten noch schnell vor dem Regen zu gießen, damit die Erde schon etwas aufgeweicht war.
    Gulli
    Im Laufe der letzten Jahre hatte ich mir daher angewöhnt, den Garten noch schnell vor dem Regen zu gießen, damit die Erde schon etwas aufgeweicht war.

    Das sah schon seltsam aus: alle rannten ins Haus, um nicht nass zu werden, und ich rannte raus, um zu gießen. Aber seltsame Bemerkungen von anderen hielten mich nicht davon ab.

    Nun konnte es natürlich sein, dass mein Land verbraucht war, deshalb nichts richtig wuchs und ich möglicherweise auch falsch gärtnerte. Jedoch hörte ich immer öfters von anderen wirklich erfolgreichen Hobby-Gemüse-Gärtnern, dass sie immer mehr Stellen im Garten hatten, an denen noch nicht einmal mehr Unkraut wuchs.
    Giesskanne mit Wasserschlauch
    Also lag es nicht ganz allein an mir. Und dann stand eines Tages in der Zeitung, dass in einigen Ecken in Ostwestfalenlippe das Trinkwasser knapp wurde. Die Man müsse Wasser sparen und solle den Rasen nicht mehr so viel besprengen oder den Swimming-Pool befüllen.

    Solche Aufrufe kannte ich früher nur von Inseln; ganz besonders von den heißen wie Ibiza, Mallorca oder Gran Canaria.

    Auf Inseln ist das Trinkwasser immer schon knapp gewesen. Irgendwie weiß man das, obwohl man sich natürlich nicht immer dran hält. Wer will sich nicht doch noch eben mal das Salzwasser abduschen, bevor er im Hotel unter die Dusche geht.

    Da kam mir wieder der Gedanke, ob das was mit dem Grundwasser zu tun haben könnte und ich fing an, zu recherchieren. Erschreckenderweise fand ich einige Artikel über Wasserknappheit in Deutschland.

    War es möglich, dass zufällig mehrere Wasserversorger gleichzeitig technische Probleme hatten? Möglich war es natürlich, aber…

    Ich versuchte herauszufinden, ob der Grundwasserspiegel in den letzten Jahren bedenklich gesunken war. Im Internet erfuhr ich zwar etwas über sinkende Grundwasserspiegel, allerdings in China und Lybien u.ä. Über den deutschen Grundwasserspiegel fand ich nichts. Ich landete nur auf Seiten, auf denen ich mich um eine Heilquellenlizenz hätte bewerben können.

    Vielleicht stellte ich die Frage falsch? Ich fragte bei Bekannten nach, aber auch die wussten nichts. Wann braucht man auch eine derartige Information? Wenn man einen Brunnen hat, der trocken geworden ist oder wenn man einen anlegen wollte, dann ja. Aber solange ordentliches, klares Wasser aus dem Hahn kommt wohl eher nicht.
    Ich fragte "offizieller" nach, bekam aber immer nur neue Telefonnummern von neuen Ämtern. Es war eben so, dass Wasser und sein Zustände und ganz speziell das Grundwasser heikle Themen sind. Klar eigentlich: Wasser ist und bleibt DAS wertvollste Gut für Mensch und Tier. Es ist wertvoller als Gold. Und da ist es logisch, dass da nicht jeder Hinz und Kunz wie ich mal eben einfach nur so, ohne Anmelde-Formulare oder Personenchecks, die Höhe des Grundwasserpegels erfahren durfte. Da musste es schon triftige Gründe geben, um über diese wichtigen Hoheitsrechte Informationen zu erhalten. Kater Kringel mit seiner Gießkanne
    In der Natur wird jede Wasserlache genutzt
    Zu recht, wie ich inzwischen meine. Bei solch einem wichtigen Thema durften nicht zu viele Laien drin "herumwurschteln" und ich wollte auch gerade meine höchstpersönliche Frage zum Grundwasserstand bei uns aufgeben, als es plötzlich zu einem 48-Stunden Dauerregen kam und man sich Gedanken über arge Überschwemmungen machte. Man checkte sämtliche Keller, Fenster und Türen. In dem Moment interessierte selbst mich eine eventuell eingebildete Wasserknappheit nicht.

    Aber dann kam eine Nachricht im WDR (Westdeutsches Fernsehen) über die Wasserstände in Ostwestfalenlippe wegen der Überschwemmungsgefahr durch den zweitägigen Dauerregen. Die Nachricht sollte uns beruhigen, da doch bei den Nachbarn in Schaumburg Lippe und im Norden von Niedersachsen Keller schon vollgelaufen waren, kleine Bächlein zu reißenden Strömen geworden waren und ganze Stadtteile unter Wasser gesetzt hatten.

    Man beruhigte uns mit der Mitteilung, dass die Weser nach wochenlangem Niederwasser jetzt gerade mal Normalhöhe erreicht hatte. Und in der Aarbach-Talsperre sei das Wasser gerade mal um 2 cm gestiegen, wo man für den Normalstand noch weitere 2 Meter (= 200 cm) benötigte.

    Hallo ?!? Also doch Wasserknappheit !?!

    Wenn man bedenkt, dass sich seit einigen Jahren Pflanzen in unseren Gärten ausbreiten, die man eher auf dürren, kargen Böden im Süden Europas vermutet, und wenn man dann noch bedenkt, dass Exoten wie Feigenbäume, Tomaten, Auberginen, Paprika und Palmen einfach so ohne Gewächshaus in unseren Gärten wachsen, dann komme ich ins Grübeln.

    Früher war es eine Sensation, solche Pflanzen im Garten groß zu bekommen. Heute kann man sie oft sogar im Winter draußen lassen. Es gibt ja kaum noch Frost. Und auch wenig Schnee. Ich persönlich finde das mit dem Schnee nun nicht so schlimm, aber unser Grundwasser? Sinkt es vielleicht ohne Schneeschmelze?

    Ich vermute es und andere werden es irgendwann beweisen.

    Ich mache jedenfalls weiterhin Regentänze und stehe mit Schirm im Regen, um über Wasserknappheit und einer eventuellen Dürreperiode, die auf uns zukommen könnte, zu reden.
    Gruppe nach Regentanz
    Im Regen tanzen macht Freude !


    Viele Grüße Eure Mimi

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