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    Susi Menzel   
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    Das stärkste Tier im Verhältnis zu seiner Körpergröße ist ein Regenwurm !!!

    Über ihn gibt es zwei Geschichten. bitte hier klicken:

    >>> Der Wettlauf der Regenwürmer >>>
    >>> Oli Und Leo wachen nach dem Winterschlaf auf >>>
    Vorlesegeschichten für Klein und Groß von Susi Menzel

    "Der Wettlauf der Regenwürmer"
    Regenwurm von Susi Menzel

    Oli und Leonie waren mächtig stolz darauf, Regenwürmer zu sein. Sie waren in der Tat prächtige Exemplare ihrer Gattung: jung, kräftig und abenteuerlustig.

    Regenwürmer leben in der Erde. Sie können nicht hören und fast nichts sehen, was für Lebewesen, die in der Erde leben, ganz normal ist.

    Etwas können sie jedoch sehr gut, sie spüren die Vibrationen von anderen Tieren, die in der Erde leben und auf der Erde laufen.

    Und - sie können wahnsinnig schuften. Sie fressen sich permanent durch die Erde, lockern diese dadurch auf, damit die Pflanzen, die sie auch selber fressen, besser wachsen können.

    Manchmal verspüren sie den Wunsch, ihre Kräfte zu messen. Das ist die Zeit, in der der "Tag des Regenwurms" ausgerufen und ein Wettrennen veranstaltet wird.

     

    Oli glitt schnell durch die große Erdröhre. Er war sehr aufgeregt. Leonie wartete schon an der Kreuzung. Sie mussten sich beeilen. Es hatte geregnet und dadurch war die Hauptverkehrsröhre etwas eingefallen. Das passierte des Öfteren, aber die Erde war weich und so war es für die beiden leicht, hindurch zu kommen.

    Gerade rechtzeitig kamen sie auf der Wettkampf-Wiese an. Sie schlängelten sich zum Startplatz. Die Eröffnungsrede hatte schon angefangen.

    "... ihr Regenwürmer vom nordischen Gartenland. Gleich geht es los. Das erste Rennen ist das der 9 - 10 cm langen Regenwürmer. Jeweils zwei Regenwürmer bilden ein Team und buddeln in einer Tiefe von 30 cm. Ihr legt einen halben Meter unterirdisch zurück, kommt dann wieder hoch auf die Wiese, und rennt den letzten halben Meter durch das Gras. Das schnellste Team gewinnt. Es müssen beide Team-Mitglieder ankommen. Viel Glück für alle! Und buddelt, was das Zeug hält."

    Oli und Leonie gehörten zu der ersten Kategorie. Sie gingen zum Startplatz, um ihre Startnummer zu ziehen. Dort herrschte ein riesiges Gewusel. Alle kletterten über- und untereinander her. Aber letztlich hatten die über fünfzig Teilnehmer ihre Startpositionen auf dem ihnen zugewiesenen Feld eingenommen. Das Startzeichen wurde gegeben.

    Leonie verschwand als erste im Loch und buddelte mit ihrem spitzen Kopf in Richtung des Pfeils, der unten angebracht war. Sie musste die Röhre etwas größer buddeln, sodass Oli über sie hinweg kriechen konnte, wenn er die Führung übernahm. Oli und Leonie hatten das in den letzten Wochen viele Male trainiert. Regenwürmer sind zwar kräftig, aber über eine so weite Distanz mussten sie sich mit der Führung abwechseln. Außerdem war Leonies Orientierungssinn nicht ganz so gut ausgeprägt. Oli musste einige Male die Richtung korrigieren.

    Anfangs kamen sie gut voran. Die Erde war weich und feucht. Auf der Hälfte der Strecke trafen sie auf ein sehr breites Wurzelgeflecht, an dem sie nicht weiterkamen. Sie mussten darunter her buddeln. Die tiefere Erdschicht war viel härter und deshalb sie brauchten viel Kraft, um weiterzukommen. Gerade als Leonie meinte, dass sie dringend eine Pause machen müssten, gab es einen Ruck und Leonie war weg. Oli schaute fassungslos auf das Loch vor ihm, als sich auch unter ihm die Erde bewegte und ihn mit herunterzog.

    Sie fanden sich beide in einem sehr großen Gang wieder. Panisch buddelten sie sich in die heruntergefallene Erde ein und warteten ab. Nach einiger Zeit steckten sie die Köpfe aus der Erde und guckten sich um. Sie waren in einem Maulwurfsgang gelandet. Und das war leider sehr gefährlich für Regenwürmer. Mucksmäuschenstill warteten sie eine Weile ab, bevor sie beschlossen, weiter zu laufen, als sie die Vibrationen in der Erde spürten! Vor Angst erstarrt, blieben sie sitzen. Sie konnten nicht genau orten, woher die Vibrationen kamen und wie weit sie entfernt waren.

    Sie fanden sich beide in einem sehr großen Gang wieder. Panisch buddelten sie sich in die heruntergefallene Erde ein und warteten ab. Nach einiger Zeit steckten sie die Köpfe aus der Erde und guckten sich um. Sie waren in einem Maulwurfsgang gelandet. Und das war leider sehr gefährlich für Regenwürmer. Mucksmäuschenstill warteten sie eine Weile ab, bevor sie beschlossen, weiter zu laufen, als sie die Vibrationen in der Erde spürten! Vor Angst erstarrt, blieben sie sitzen. Sie konnten nicht genau orten, woher die Vibrationen kamen und wie weit sie entfernt waren.

    Der verirrte Wurm war sehr wütend, weil er die Orientierung verloren hatte und er in die falsche Richtung gelaufen war. Außerdem hatte er seinen Teamkameraden verloren. Er half den beiden zwar, wanderte aber selber entnervt direkt nach oben. Ohne seinen Teamkollegen hatte er gar keine Chance auf eine Platzierung in dem Wettkampf.

    Oli und Leonie beschlossen, weiter zu machen, obwohl auch sie viel Zeit verloren hatten. Irgendwann hatten sie ihre unterirdische Wettkampfstrecke geschafft und sie buddelten sich nach oben auf die Wiese. Dort angekommen, schlängelten sie, so schnell sie konnten, auf das Ziel zu.

    Durch die Verzögerung in dem Maulwurfsgang hatten sie zwar keine Chance mehr auf den Sieg, aber mit ihrem 10. Platz waren sie dennoch sehr zufrieden.

    Wie hatte noch der Redner in seiner Abschlussrede gesagt? Letztendlich ging es darum, in diesem Teil des Gartens die Erde so aufzulockern, dass die Pflanzen gut wachsen konnten, damit die Regenwürmer den ganzen Sommer gut zu fressen hatten.

    Das bestätigten ihnen auch ihre Eltern - und die waren sehr stolz auf ihren Nachwuchs.



    "Leo und Oli wachen aus dem Winterschlaf auf"

    Oli und Leo wurden langsam wach. Sie hatten sich für den Winter sehr tief in die Erde eingebuddelt, zusammengerollt und eine ganze Weile lang geschlafen. Das tun Regenwürmer, wenn es im Winter sehr kalt ist.
    Jetzt im Frühling freuten sie sich darauf, endlich wieder warme Erde um sich herum zu spüren. Leo reckte und streckte sich so lang aus wie er konnte und stupste dabei Oli an, der sich neben ihm zum Winterschlaf eingerollt hatte.
    „Lass mich noch schlafen“, brummte der ärgerlich und rollte sich noch fester zusammen. „Oben gibt es endlich wieder saftiges Gras und Tautropfen“, rief Leo aufgeregt. Der Ausblick auf eine gute Mahlzeit nach so langer Zeit überzeugte Oli dann doch und er folgte ihm nach oben.
    Ab da trafen sie sich frühmorgens mit ihren Freunden oben auf der taufeuchten Wiese, um dort den Tanz des Lebens zu tanzen. Sie aalten sich wohlig im Gras und schlängelten umeinander herum, dass man die Tautropfen nur so klatschen hörte. Leo hatte für Oli sogar ein Lied einstudiert:

    Ich zieh in unsere Röhre
    Ein Blatt von einer Möhre
    Ich bin schon ganz gespannt
    Du machst es bald zu gutem Land
    Komm und lass uns beide tanzen
    Herum um frische, grüne Pflanzen
    Hurra, Hurra
    Der Frühling der ist da!!!
    Hurra, Hurra
    Der Frühling der ist da!!!

    So rappte er mit borstigen Tönen untermalt vom rhythmischen Klatschen der herabfallenden Tautropfen und Oli tanzte ekstatisch dazu.

    Gerade als sie erschöpft in ihre Röhre zurückschlüpfen wollten, kam eine Amsel und erwischte Oli am Hinterteil. Oli konnte sich gerade noch mit seinen Borsten am Rand des Lochs festhalten. Die Amsel zog ihn arg in die Länge. Leo schrie aus Leibeskräften: „Halte durch!“
    Oli bündelte alle seine erstaunlichen Kräfte zusammen und kämpfte gegen das Ziehen der Amsel an, auch wenn ihm sein Hinterteil sehr weh tat, denn der Schnabel des Vogels war stark und scharf. Er würde sich nicht mehr lange festhalten können, das wusste er. Er würde sich nicht mehr lange festhalten können, das wusste er.
    Derweil war Leo einen anderen Gang ganz in der Nähe nach oben gesaust. Natürlich wollte er seinem Freund helfen und er hatte auch eine Idee. Nur eine einzige Chance würde er haben, ihn zu retten.
    Er hakte sich mit seinem Hinterteil am Rand des Loches ein und schoss seine stattlichen 25 cm Länge pfeilschnell in die Luft. Die Amsel war nur einen kurzen Moment lang wegen der plötzlichen Bewegung und dem langen Schatten irritiert. Das reichte aus, damit Oli seinen Körper aus dem gelben Schnabel der Amsel herausziehen konnte.
    Sowohl Oli als auch Leo zogen sich blitzartig zusammen und konnten unversehrt in der Erde verschwinden.

    Es dauerte eine Weile, bis Olis Hinterleib nicht mehr wehtat, aber sie waren froh, dass sie nun weiter zusammen tanzen konnten und noch viele Abenteuer gemeinsam bestreiten würden.

    Amsel zieht Regenwurm aus Erde von Susi Menzel
    Illustration: Susi Menzel


    INFO zum stärksten Tier der Welt: Regenwürmer sind Zwitter. Das Befruchtungsritual findet zumeist oben auf der Erde statt. Sie legen 20 bis zu 90 Eier in Kokons. Je nach Umgebungs-Temperatur schlüpfen die jungen Regenwürmer nach 25 Tagen bis 4 Monaten.*
    Regenwürmer werden bis zu 25 cm lang und buddeln sich bis zu sieben Meter in die Tiefe. Sie haben eine wahnsinnige Kraft. Bis zu dem 60-fachen ihres Eigengewichts können sie stemmen. Damit sind sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht die stärksten Tiere der Welt.*

    Sie sind auch die besten Erde-Erzeuger der Welt, denn sie buddeln und fressen den ganzen Tag lang verfaulende Blätter und Erde. Durch ihre Verdauung entsteht ein reicher Humus, in dem Pflanzen bestens wachsen.

    *Quelle: www.nabu.de


    Regenwürmer buddeln sich vorwärts
    Foto: Susi Menzel
    Regenwürmer in Erde
    Regenwürmer
    Foto: Susi Menzel
    Regenwürmer in Erde
    Regenwürmer
    Foto: Susi Menzel
    Regenwürmer in Erde
    Regenwürmer
    Foto: Susi Menzel