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    Susi Menzel   
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    Lies mal wieder: eine Geschichte von Susi Menzel:

    Es gibt zwei Teile:

    Honigbiene Lisa auf Reisen >>>

    Honigbiene Lisa im Sondereinsatz >>>
    Biene auf einem Stein im Teller mit Wasser

    Honigbiene Lisa im Sondereinsatz

    Lisa war stolz darauf, für einen Sondereinsatz ausgesucht worden zu sein. Gleichzeitig war sie äußerst besorgt, denn so etwas hatte es noch nie gegeben: Eine Notfallmannschaft war zusammengestellt worden, die Wasser zum Kühlen des Bienenstocks holen mussten.
    Seit Wochen war es heiß. Sehr heiß sogar. Es wurde gefährlich für das gesamte Bienenvolk. Einige Bienen waren bereits gestorben, weil es im Stock viel, viel zu heiß war.
    Immer mehr Bienen waren in Panik. Sie wussten nicht, wie sie den Bienenstock mit ihren 60.000 – 80.000 Individuen noch kühlen sollten. Die Waben fingen schon an zu schmelzen. Damit war auch ihre Nachkommenschaft in ernsthafter Gefahr! Von Regen weiterhin keine Spur.
    Zwar gab es morgens noch etwas Tau an den Pflanzen, aber auch das wurde weniger und weniger, weil die Pflanzen vertrockneten. Um selber zu überleben produzierten sie schon seit längerem weniger Nektar, der sonst für die Bienen nicht nur als Nahrungsquelle für die Larven, sondern auch zur Wasserversorgung hergenommen wurde.
    In einem Honigbienenstaat wird quasi jede Biene zu einer Spezialistin ausgebildet. Somit gibt es auch welche, die regelmäßig Wasser in ihrem Honigsack hereinschleppen. Der Bienenstock wird unter anderem damit gekühlt. Seit einigen Jahren hatte das Bienenvolk die Anzahl der Wasserträgerinnen erhöht. Es gab ja schon längere Zeit heiße und trockene Sommer. Doch in diesem Jahr (2022) war es besonders schlimm. Es war unerträglich heiß. Die Pflanzen verdorrten. Sogar die Bäume ließen bereits im Juli viele Blätter fallen, weil sie mit ihren Wurzeln kein Grundwasser mehr aufsaugen konnten. Es gab einfach keinen Regen.
    Lisas Bienenstock hatte insofern Glück, dass in erreichbarer Nähe einige Gärten waren, in denen es Wasserstellen in Tellern und Näpfen gab. Sogar Steine, Äste und Moos waren darin, sodass sich die Bienen retten konnten, falls sie doch einmal hineingefallen waren. Bienen können nämlich nicht schwimmen. Sie strampeln nur wie verrückt. Dann ist es natürlich gut, wenn sie dabei einen Ast oder Stein erwischen, an dem sie sich auch dem Wasser ziehen können. Und keine Biene möchte sterben, das ist doch wohl klar!
    Lisa hatte sich einen Teller mit Wasser auserkoren, der zwar in einem weiter entfernten Garten stand, der aber mehrfach am Tag aufgefüllt wurde. Wenn sie auch für den sehr weiten Weg dorthin mehr Energie aufbringen mussten, war es dort relativ sicher, dass es Wasser gab. Das hatte sich bei den Bienen im Umkreis herumgesprochen, weshalb sich selbstverständlich auch andere Bienen auf den Weg zu diesem Wasserreservoir machten und es dort immer furchtbar voll war. Die Teller waren schnell leer getrunken. Viele Bienen prügelten sich um die letzten Tropfen Wasser. Selbst in die Matsche, die sich am Grund der Gefäße absetzte, kletterten einige Bienen hinein, um die allerletzte Flüssigkeit herauszuquetschen, auch wenn diese eigentlich zu dreckig und sandig war, um sie zu trinken. So groß war die Not, dass sie dachten, dass vielleicht dieser eine winzige, dreckige Tropfen Wasser den Bienenstock retten könnte.

    Biene auf einem Stein am Wasser     Bienen am Teller mit Wasser

    Regelmäßig kam zu diesen Wasserstellen ein Mensch mit einer Gießkanne. Der Wasserstrahl schoss in das Gefäß, das es nur so spritzte. Alle schrien vor Angst und versuchten wegzufliegen oder auf einen Stein zu klettern. Lisa jedoch liebte es. Sie ließ sich sogar extra in das Wasser fallen, um die Wellen zu genießen, die der starke Wasserstrahl erzeugte. Dabei schrie sie ebenfalls - allerdings vor Freude.
    Patschenass sonnte sie sich dann auf dem Stein in der Mitte des Tellers, bis ihre Flügel wieder trocken waren. Bevor die Hunderten von Bienen wieder zum Wasserholen kamen, füllte sie ihren Beutel und flog den weiten Weg zu ihrem Stock zurück.
    Der Spaß an der Wasserschlacht verlieh ihr mehr Kraft, sodass sie noch mehr lebenswichtiges Wasser in ihren Stock schleppen konnte. Ihre Bienenschwestern, die im Stock ihre Arbeit verrichteten, warteten sehnsüchtig auf jede Biene, die mit Wasser kam, das sie sofort an den notwendigsten Stellen im Stock verarbeiteten.
    Lisa wurde immer trauriger, wenn sie die Bienen aus den anderen Stöcken sah, die kaum noch krauchen konnte, weil für sie die Wege zu den Wasserstellen immer länger wurden. Es gab überall so viele Bienen zu versorgen und so wenig Wasser. Lisa seufzte. Es schien fast unmöglich zu sein, dass alle Bienen diese heiße, trockene Zeit überleben würden. Aber sie und ihre Schwestern wollten alles tun, um ihr Bienenzuhause zu retten.
    Und dann kam endlich der ersehnte Regen. Zwar nur wenig, aber genug, um die nächsten Tage nicht mehr so weit fliegen zu müssen. So konnten sich alle ein wenig erholen. Wenn auch nur für wenige Tage …



         


    "Honigbiene Lisa auf Reisen"


    Biene auf Blüte von wilder Johannisbeere
    Foto: Susi Menzel

    Lisa streckte sich zufrieden auf einer Mauer in der warmen Sonne aus. Das Leben einer Honigbiene war so schön. Der süß-herbe Duft dieser lila Blüten, die sie vorhin gefunden hatte, war noch ein wenig in ihrer Nase. Die kugelrunden Bälle der Schnittlauchblüten waren gerade richtig reif und voll mit köstlichem Nektar gewesen. Sie freute sich schon sehr darauf, ihren Bienen-Schwestern von der Stelle zu erzählen, damit auch sie sich dort diesen besonderen Nektar holen konnten.

    Lisa war etwas erschöpft, denn es war ihr erster längerer Flug gewesen. Er war weit über die Grenze der Wiese am Bienenstock hinaus und sogar noch ein ganzes Stück über das Feld hinaus gegangen. Sie hatte ihren ganzen Mut zusammen genommen und war weiter und weiter geflogen.

    Jetzt, auf ihrem Rückflug zum Bienenstock, hatte sich ein Navigationsmerkmal verändert und sie musste sich erst einmal kurz orientieren, bevor sie weiterfliegen konnte. Allerdings war sie auch sehr neugierig darauf, diese Veränderung zu beobachten. Auf dem Feld am Wald gab es nun viele bunte Stände, laute Musik und viele Lebewesen wuselten herum. Das mussten die Menschen sein, von denen die älteren Bienen schon einmal gesprochen hatten.

    Einige Menschen liefen in das schwarz-weiß karierte Haus, das am Rand des Feldes stand, andere kamen aus dem großen Eingang des Hauses heraus. Es war ganz so wie in ihrem Bienenstock, weshalb sie etwas näher heranflog. Diese Menschen wurden jedoch furchterregend groß, je näher sie ihnen kam, deshalb betrachtete Lisa das Treiben aus sicherer Entfernung. Sie setzte sich auf die Mauer und putzte sich ihre Flügel. Ganz untätig konnten Bienen einfach nicht herumsitzen.

    Jetzt, auf ihrem Rückflug zum Bienenstock, hatte sich ein Navigationsmerkmal verändert und sie musste sich erst einmal kurz orientieren, bevor sie weiterfliegen konnte. Allerdings war sie auch sehr neugierig darauf, diese Veränderung zu beobachten. Auf dem Feld am Wald gab es nun viele bunte Stände, laute Musik und viele Lebewesen wuselten herum. Das mussten die Menschen sein, von denen die älteren Bienen schon einmal gesprochen hatten.

    Dann hörte sie menschliche Stimmen, die näher kamen. "Hier, hier ist unser Auto!". Die Türen an den Seiten öffneten sich und die Menschen stiegen ein. Lisa wagte es nicht, sich zu rühren. Dann begann das Auto zu vibrieren und sehr laut zu brummen. Die Türen wurden geschlossen. Eine Menschenstimme sagte: "Mach das Fenster zu, es zieht". Die Kinder auf dem Rücksitz, der ganz nahe an Lisas Platz war, fingen an, sich zu laut zu streiten. Sie bekam Panik. Instinktiv wollte sie nur noch weg und flog los. In Höhe der Tür mit dem Fenster prallte sie jedoch mit voller Wucht ab. Sie schüttelte sich überrascht und versuchte es wieder. Doch es passierte dasselbe, sie prallte wieder ab. Sie versuchte es immer wieder, bis sie nicht mehr konnte. Es musste da etwas geben, das man nicht sehen konnte und das ihr irgendwie den Weg versperrte. Sie erinnerte sich plötzlich daran, dass ihre älteren Bienen-Kameradinnen von solchen Phänomenen erzählt hatten. Man nannte es wohl Fenster, aber keine Biene wusste es zu erklären. Man wusste nur, dass man als Biene durch solche Fenster nicht hindurch fliegen konnte.

    Völlig erschöpft krallte sich Lisa an der Hutablage fest. Das Auto setzte sich langsam rumpelnd in Bewegung. Vor Schreck war Lisa ganz starr. Die Menschen hatten wohl ihr verzweifeltes Brummen nicht gehört, weil die Musik so laut war.

    Sie sah Bäume, Büsche und Wolken vorbeifliegen. Es war fast, als würde sie selber fliegen. Sie hatte jedoch ihre Flügel in diesem Fall fest an ihren Körper gepresst. Lisa wusste nicht, wie lange dieser eigenartige Flug gedauert hatte. Ihr kam es wie eine Ewigkeit vor. Und dann blieb das Auto endlich stehen. Die Autotüren wurden geöffnet. Lisa spürte die frische Luft. Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und flog ganz schnell durch die Türöffnung nach draußen. Das eine Kind schrie:"Mama, da ist gerade eine Biene aus dem Auto heraus geflogen!" "Aha", antwortete ein Erwachsener achselzuckend.

    Vor Freude, wieder frei zu sein, flog sie Kapriolen, hoch, runter, schnell, langsam, Sturzflug, im Kreis, bis sie erschöpft auf einem Baum Platz nahm.

    Dort schaute sie sich um, während sie das sanfte Schaukeln des Blattes, auf dem sie saß, genoss. Langsam, ganz, ganz langsam wurde ihr klar, dass sie keine Ahnung hatte, wo sie war. Nichts, aber auch gar nichts kam ihr bekannt vor.

    Normalerweise, wenn Bienen selber fliegen, merken sie sich bestimmte Dinge, so dass sie wieder nach Hause in ihren Bienenstock zurückfinden. Aber Lisa konnte sich an nichts erinnern, das für ihre Navigation brauchbar wäre. Der Flug des Autos war zu schnell gewesen. Sie erinnerte sich zwar noch an Grün, aber das hatte sich durch die schnelle Bewegung des Autos eher wie ein langer Streifen aus verschiedenen Grüntönen eingeprägt. Diese Streifen konnte sie jetzt im Stillstand natürlich nicht wahrnehmen und somit auch nicht zurückverfolgen.

    Das Blatt, auf dem Lisa saß, schaukelte plötzlich ganz heftig hin und her. Lisa fröstelte es. Sie sehnte sich zurück in die Wärme ihres Bienenstockes und zu ihren Schwestern. Denen hätte sie sofort ganz aufgeregt von ihrem Ausflug erzählt.

    Jetzt gab es jedoch keine Zeit zum Nachdenken. Lisa musste ganz, ganz bald eine Lösung für ihr Problem finden. Ohne Bienenstock konnte sie nicht lange überleben. Sie brauchte die Wärme der anderen Bienen. Außerdem konnte sie sich so ganz allein nicht dauerhaft gegen Feinde verteidigen. Außerdem war es ihre Aufgabe, den gesammelten Nektar nach Hause zu bringen, damit die Bienen und Larven im Stock nicht verhungern mussten.

    Sie war ratlos. Da ihr nichts anderes einfiel, flog sie um den riesigen Baum herum, auf dem sie gerade gesessen hatte. Auf der anderen Seite gab es eine kleine Wiese, die an ein buntes Blumenfeld grenzte. Und dort flogen Bienen!

    Sie preschte los und brummte laut vor Freude. Die anderen Bienen ignorierten sie jedoch. Diejenigen, die sie ansprach, gaben ihr deutlich zu verstehen, sie solle verschwinden. Lisa bat sie dennoch um Hilfe. Die Gegenreaktionen wurden aber immer heftiger: "Hau ab! Wir brauchen dich hier nicht!" "Fremde Bienen brauchen wir hier nicht!" so und so ähnlich hieß es immer wieder.

    Lisa wurde immer hoffnungsloser. Sie hatte einmal davon gehört, dass verirrte Bienen in einem anderen Stock untergekommen seien. Dass man ihnen dort geholfen habe, ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu werden. Im Moment schien es Lisa jedoch, dass jene Erzählungen nur Märchen waren.

    Traurig flog sie weiter. Viel Hoffnung hatte sie nicht mehr, Hilfe zu finden. Die Sonne war schon weit im Westen. Bald würde es dunkel sein. Sie flog an dem langen Blumenfeld entlang, überquerte eine Hecke und dahinter sah sie wieder diese lustigen, lila Kugeln des Schnittlauchs
    Für einen kurzen Moment dachte sie, sie sei zu Hause. Jedoch deutete kein anderes Merkmal in der Umgebung darauf hin.

    Biene auf Schnittlauchblüte von Annette Hochadel*     Biene auf Schnittlauchblüte von Annette Hochadel*
                  * Fotos mit freundlicher Genehmigung von Annette Hochadel

    An den Schnittlauchblüten, die in der Abendsonne standen, war noch viel los. Viele Bienen brummten und summten dort hin und her.

    Dieses Mal war Lisa vorsichtiger, flog langsam auf die Blüten zu. Einmal noch wollte sie den frischen Nektar dieser Köstlichkeiten schlürfen. Wer weiß, ob es für sie noch ein Morgen gab. Deprimiert setzte sie sich auf ein Blatt in der Nähe und wartete auf ihre Chance, an die Blüten heran zu kommen.

    Da rief eine Biene: "Warum kommst du nicht her? Es ist doch genug für alle da. Bist du fremd hier?"

    Lisa war erstaunt über diese freundlichen Worte. Und dann erzählte sie der Biene von ihrem Dilemma und der Feindseligkeit der anderen Bienen.

    "Was für eine Geschichte!" die freundliche Biene, die sich als "Nr. 32423, genannt Mia, die 120te" vorgestellt hatte, schüttelte entsetzt den Kopf.

    "Komm doch einfach mit zu uns! Wir freuen uns über jede Biene, auch über fremde. Es gibt nicht mehr so sehr viele von uns, wie es einstmals gab. Es ist unsere Aufgabe, die Welt, wie sie jetzt ist, zu erhalten. Egal wie schwer das ist."
    Sie machte eine nachdenkliche Pause.

    "Ja jede!", bestätigte sie sich selber "Jede einzelne. Auch wir Bienen müssen lernen zu begreifen, dass sich die Welt verändert hat. Wenn wir aufgeben, sähe es schlecht aus für die Lebewesen dieser Welt. Viele, auch wir Bienen selbst, überleben NUR durch unsere Arbeit, indem wir die Blüten bestäuben, aus denen ihre Nahrung entsteht. Scheinbar können nur wir das erledigen. Allerdings mögen uns viele Lebewesen nicht, vielleicht wegen unseres giftigen Stachels, vielleicht aber auch deshalb, weil sie wissen, dass sie auf uns kleine Wesen angewiesen sind; ob sie wollen oder nicht.
    Viele Menschen jedoch akzeptieren uns und schätzen uns. Den meisten sind wir allerdings vollkommen egal, solange wir nicht in ihrer Nähe sind. Und das ist genau das Problem. Deshalb vergessen sie, dass wir eine solch wichtige Aufgabe haben, und dass sie uns Luft und Natur lassen müssen, um diese Aufgabe überhaupt erfüllen zu können."

    "Nr. 32423, genannt Mia, die 120te" hatte aufgehört zu reden. Lisa guckte sie mit offenem Mund an. "Junge, Junge, ich wusste gar nicht, dass ich so wichtig bin." stammelte sie tief beeindruckt.

    "Nr. 32423, genannt Mia, die 120te" lachte laut auf. "Gucksiehste!" grinste sie. "Jetzt komm einfach mit mir mit. Wir erzählen den anderen gemeinsam von dieser Stelle mit den Schnittlauchblüten. Blütenstaub und Nektar hast du ja dann schon gesammelt, den kannst du gleich abgeben. Dann werden sie dich schon aufnehmen."

    Und so kam Lisa in einen neuen Bienenstock. Es war anfangs nicht leicht, von den anderen Bienen akzeptiert zu werden. Immer wieder musste sie sich erst einbetteln und ihre Geschichte wieder neu erzählen. Aber schon wenige Tage später kannte Lisa die Gegend um den Bienenstock herum genau. Sie kannte die besten Blütenplätze und schnell wurde sie zur besten Nektar-Sammlerin überhaupt.

    Biene auf Lauchblüte     Biene auf Blüte von wilder Johannisbeere


    Biene auf Brombeerblüte     Ein Teelöffel voll Honig

    Die Lebensleistung einer Honigbiene beträgt EINEN einzigen Teelöffel voll Honig.


    Das Leben einer Honigbiene im realen Leben:

    Aus einem Ei schlüpft eine Larve, die sich verpuppt. Diese Phase dauert insgesamt etwa 21 Tage.

    Danach durchläuft eine Biene 4 weitere Lebens-Stadien.
    Sie lebt vom

    1. - 10. Tag als Ammenbiene, die die Larven füttert

    11. - 18. Tag als Baubiene, die die Waben im Bienenstock baut

    19. - 21. Tag als Wächterbiene am Eingang des Bienenstockes

    22. - 36. Tag als Sammelbiene, die den Nektar und die Pollen in den Bienenstock bringt. Ab jezt kann sie auch den Tanz der Bienen - die Bienensprache ausüben.



    Copyright Text und Fotos: Susi Menzel Copyright für die Fotos mit *: Annette Hochadel - Viele Dank für die Genehmigung, sie hier zu benutzen :-)